Archive für November 2006

Lösungssuche statt Schuldfrage

29. November 2006, Neue Zürcher Zeitung

 

Wie Berufsgenossenschaften mit Asbest-Erkrankungen umgehen. Lösungssuche statt Schuldfrage im Zentrum eines Asbest-Kongresses in Berlin.

Ein Berliner Kongress hat die Asbest- Problematik interdisziplinär aufgegriffen.

Im Zentrum der Veranstaltung stand nicht die Schuldfrage, sondern die Suche nach Lösungen.

Quelle: http://www.nzz.ch/2006/11/29/ma/articleEP50X.html

 

Verband für Abbruch und Entsorgung e. V.

in Blick auf den gesellschaftlichen Umgang mit dem Thema Asbest offenbart eine Entwicklung, die kaum widersprüchlicher sein könnte. 1993, etwa 60 Jahre nachdem durch epidemiologische Untersuchungen festgestellt worden war, dass das Einatmen von Asbestfasern beim Menschen krebserzeugend wirken kann, ist in der Bundesrepublik der Umgang mit Asbest verboten worden. Ein EU-weites Verbot für den Umgang und das Inverkehrbringen von Asbest gilt erst seit 2005. Weltweit, besonders in Russland, Kanada und China werden jedoch noch jährlich 2 Millionen Tonnen Asbest abgebaut und verarbeitet.

http://www.abbruch-mv.de/nachrichten.php

Faseralarm

20.11.2006 Faseralarm
Asbest in einer Kladower Schule, Asbest im Palast der Republik – Berlin und der gefährliche Baustoff: Fast vergessen war er schon. Dabei erwarten Ärzte die Spitze der Todesfälle erst in zehn Jahren

Der Schreck sitzt tief bei Eltern, Lehrern und Schülern. Mit Spitzhacken haben sie die Wände eingerissen, haben beim Sanieren ihrer zukünftigen Schule viele Stunden lang staubige Luft eingeatmet, nicht wissend, dass sie krebserregende Fasern enthielt. Die Kladower Eugen-Kolisko-Schule für Waldorfpädagogik ist asbestbelastet, und nun ermittelt sogar die Kripo wegen unsachgemäßen Umgangs mit Gefahrenstoffen. Und die Sorge wird vielleicht noch lange anhalten, denn:

http://www.tagesspiegel.de/berlin-extra/archiv/20.11.2006/2879768.asp

Zahl der Asbest-Opfer steigt

11.06 Berlin - Die Zahl der Asbest-Opfer in Deutschland steigt dramatisch.
Fast 1600 Menschen starben voriges Jahr in Deutschland an den Folgen.
Obwohl der Baustoff bereits seit 1993 verboten ist.
Und die Zahl der Opfer wird weiter steigen,
prophezeien Experten auf der Asbest-Konferenz in Berlin.

http://www.morgenpost.de/content/2006/11/15/wissenschaft/865741.html

Zahl der Asbest-Erkrankungen steigt

14.11.06
Zahl der Asbest-Erkrankungen steigt
Berliner Kongress kritisiert ungenaue Krebs-Diagnosen und Entschädigungspraxis
Von Simon Poelchau
Durch Asbest Erkrankte und Experten verlangen mehr Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit für den krebserregende Baustoff. Dies war der Tenor auf dem ersten Asbestkongress des Vereins »Stiftung Lebensluft« in Berlin.

http://www.nd-online.de/artikel.asp?AID=100345&IDC=3

Tödliche Fasern mit später Wirkung

13.11.06
Tödliche Fasern mit später Wirkung
Mediziner prophezeien Zunahme von Asbesterkrankungen
Von Tobias Wenzel
Medizin. - Seit 1993 ist in Deutschland Asbest als Bau- und Brandschutzstoff verboten, denn die winzigen Fasern verursachen Krankheiten bis hin zu Krebs. Trotz des Verbotes und aufwändiger Sanierungen werden Asbest-Leiden weiter zunehmen, warnen Experten

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/562931/

weißes “Gold”

12.11.06
Der Fluch des weißen Goldes-Asbest - Asbestkongress 2006
Während sich Eltern und Kinder bei der sicherlich gut gemeinten Aktion der Waldorfschule, am Kladower Damm, um eine kostengünstige Rekonstruktion bemühten und sich dabei einer Asbestkontamination aussetzten, fand vom 11.November -12. November der Asbestkongress 2006 in Berlin statt.
Kaum von der Öffentlichkeit wahrgenommen, trafen sich hier nahmhafte Wissenschaftler, Anwälte, Gutachter, Arbeitsmediziner, darunter auch Vertreter der Berufsgenossenschaften und Mitarbeiter von Krankenkassen

Zahlen in Europa

Wie dramatisch die Zahlen in Europa sind, kann in einer Studie nachgelesen werden.

Asbestos-related occupational diseases in Europe - Recognition, statistics, specific systems: Survey report – 03/2006

The report, produced by a working group of the European Forum of Insurances Against Accidents at Work and Occupational Diseases and coordinated by Eurogip, sheds light on current insurance practices in thirteen countries: Germany, Austria, Belgium, Finland, Denmark, Spain, France, Italy, Norway, the Netherlands, Portugal, Sweden and Switzerland. The report reviews the procedures and criteria for recognition of the job-related nature of diseases caused by asbestos, in particular asbestosis, lung cancer, mesothelioma and pleural plaques. The second part presents the statistics relating to the number of cases recognised between 1980 and 2003, on these four “asbestos diseases” and for a few other diseases. The report then deals with specific insurance systems: medical monitoring of exposed workers, identification of diseases and initiatives to search for new cases. A section is devoted to compensation for victims with two case studies. Finally, in a fourth part, the report reviews estimates of mortality due to mesothelioma in Europe over the coming years.

http://www.eurogip.fr/en/publications/index.htm

Europäische Asbestkampagne 2006

Europäische Asbestkampagne 2006
EU und ILO sind auf dem Weg zu einem globalen Asbestverbot
Am 1. September 2006 startete europaweit eine Inspektionskampagne 2006 des Senior Labour Inspectors Committee der EU-Kommission (SLIC). In allen Mitgliedstaaten werden anhand von Checkisten in einheitlicher Form Daten erhoben, die sich mit der Durchsetzung von entsprechenden Rechtsvorschriften und der Überwachung ihrer Einhaltung beschäftigen.
Mehr Infos unter: Europäischen Kommission und der Europäischen Agentur für Sicherheit und Arbeitsschutz am Arbeitsplatz.

http://ec.europa.eu/employment_social/health_safety/asbestos_de.htm

http://osha.europa.eu/campaigns/asbestos/index_html/

3 Mio. Asbestopfer befürchtet

Über drei Millionen Asbestopfer befürchtet - nachhaltige Lösungen sind gefragt Asbestkongress in Berlin sucht Lösungen
Mehr Infos unter:

http://www.pressbot.net/article_l,1,i,34137,c,8.html